Ausgangslage und Problemstellung:
Moderne Leistungselektronik ermöglicht effiziente Traktion durch variable Umwandlung des Oberleitungsstroms in Drehstrom und regeneratives Bremsen, was Energie spart und mechanischen Verschleiß reduziert.
Stabile Stromversorgungen für Bord- und Hilfssysteme wie Klimaanlage oder Beleuchtung werden durch robuste DC/DC- und AC/DC-Wandler gewährleistet, die auch mit stark schwankenden Spannungen zurechtkommen.
Für Signal- und Steuerungstechnik gelten besonders hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen bei Lebensdauern von oft über 30 Jahren.
Innovationen aus der Automobil-Elektromobilität gelangen jedoch nur verzögert in die Bahntechnik, da diese Branche konservativ geprägt ist und strenge Sicherheits- und Zulassungsanforderungen hat.
Ziele und Zweck:
Während des Projektes werden sich Experten aus der Bahntechnik und den verschiedenen Einsatzgebieten der Leistungselektronik auf folgenden Ebenen austauschen:
Wissenschaftlich-technisch: durch gemeinsame Workshops etc. wird ein interdisziplinärer Austausch über technische Themen, wie z.B. Smart Converter in Zugantrieben, fahrdrahtlose Systeme u.v.m. geschaffen.
Wirtschaftlich-strategisch: bayerische Mittelständler und Forschungspartner treffen sich, um Kooperationen oder Projektkonsortien zu bilden und Fördermittel zu beantragen.
Netzwerk-Ebene: gemeinsame Veranstaltungen stärken die Wirksamkeit und ergänzen über branchenfremde Kontakte das Angebot für die Netzwerkakteure, auch im internationalen Bereich.
Konkrete Projektziele:
1. Vernetzung von Bahntechnikern und Leistungselektronikern zur Entwicklung branchenübergreifender Lösungen und Innovationen.
2. Potenzialanalyse für nachhaltige Stromerzeugung auf Schienenstrecken,
konkret: Photovoltaik zwischen bzw. entlang von Bahnstrecken.
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